ok




abcabcabcabcabcabc ZeniMax zieht Bethesdas Namen erneut durch den Dreck | MinecraftBilder.de | MinecraftBilder.de - Das Minecraft Portal

MinecraftBilder.de

Minecraft Bilder, Seeds, Rezepte, Videos, News & vieles mehr

ZeniMax zieht Bethesdas Namen erneut durch den Dreck

Minecraft Nachrichten

'Eine milde Gabe, bitte?'

ZeniMax holt erneut zum Rundumschlag aus um “seine” Markenrechte zu schützen: Der Entwickler der Gratis-App ‘Dragon Shout’ – eine Art Skyrim Weltkarten Editor mit Markierungsfunktion – erhielt jetzt von Bethesda Softworks Mutterkonzern ZeniMax Media die Aufforderung zur sofortigen Löschung seines beliebten Programms aus dem App-Store.

 

Erst kürzlich hatte ZeniMax versucht, Mojang Specifications neuestes Spiel ‘Scrolls’ mit Hilfe von Drohgebärden der Rechtsabteilung zu einer Umbenennung zu bewegen – welche Märchen sich die Anwälte von ZeniMax diesmal ausgedacht haben, um einen vergleichsweise kleinen Fisch vom Markt zu drängen, erfahrt ihr hier.

 

Zu viel Zeit und Geld

 

Dass man mit Videospielen noch sehr viel Geld verdienen kann, zeigt Bethesda Softworks immer wieder eindrucksvoll mit fantastischen Rollenspielen wie Fallout 3 oder The Elder Scrolls V: Skyrim, die mich nicht nur persönlich begeistern, sondern auch neue Maßstäbe in der Spieleindustrie setzen. Dass zu viel Erfolg auch einen Nachteil haben kann, zeigt dafür der Mutterkonzern ZeniMax.

 

Habgier, Beschränktheit oder zu viel Geld für die Rechtsabteilung übrig?

 

So genial und talentiert man bei Bethesda auch sein mag: Die Beweggründe des Mutterkonzerns ZeniMax für die erneute öffentliche Blamage sind mir schleierhaft. Auch der Hobbyentwickler ‘Blalock’ der Gratis-App ‘Dragon Shout’ zeigt sich uneinsichtig: Immerhin hat man ihm weder mitgeteilt, welches spezifisches  Markenrecht seine Applikation verletzen würde, noch weitere Informationen zu diesem Thema erteilt. Blalocks Statement auf toucharcade:

 

 

Ich habe mein Bestes gegeben, um sicherzustellen, dass die App gegen gar nichts verstößt. Ich habe das US Amerikanische Markenrechts-Register nach Einträgen zu ‘Dragon Shout’ durchsucht und zu diesem Zeitpunkt gab es einfach keine. Ich habe die Karte von Hand gezeichnet, weder Graphiken noch Wortgruppen oder Phrasen aus dem Spiel verwendet, die möglicherweise im Besitz von Bethesda sein könnten. Also, ich habe eigentlich immer noch keine Ahnung, wogegen meine App verstoßen soll.

 

 

Ausgerechnet Apple schreitet ein

 

Nur weil man in der Rechtsabteilung von ZeniMax wieder besonders brünstig ist und mit Drohgebärden um sich wirft, heißt das noch lange nicht, dass man dem auch Folge leisten muss. Apple verzichtet darauf, Blalock zum Entfernen der Applikationen zu zwingen: ZeniMax hat auch Apple nicht mitgeteilt, welches Markenrecht das Programm letztendlich genau verletzt.

 

Apples einschreiten dürfte jedoch primär wirtschaftliche Hintergründe haben: Der Konzern ist alles andere als bekannt dafür, sozial zu sein. Ganz im Gegenteil: In der heutigen Ära sozialer Gerechtigkeit wird Apple nicht nur für Arbeitsbedingungen in Zulieferbetrieben kritisiert, sondern ebenfalls für das komplett nicht existente Charity-Programm. Ein Armutszeugnis.

 

ZeniMax nächster Schritt

 

Die Zukunft der App steht jetzt jedenfalls in den Sternen. Es scheint zumindest die richtigen getroffen zu haben, Apple und ZeniMax, die das ganze jetzt unter sich ausmachen dürfen. Es ist jedoch äußerst unwahrscheinlich, dass ZeniMax den Druck aufrechterhalten wird können.

 

Im Vergleich zu Apple ist ZeniMax nicht mehr als David, und man wird sich sicherlich nicht gegen Goliath stemmen, um einen nicht existenten Markennamen zu schützen. Vielmehr wird man sich wohl neue Opfer aussuchen, die nicht über ihre eigene Rechtsabteilung verfügen.

 

Wie schon bei Mojang

 

Den selben Streich hatte ZeniMax bereits bei Mojang Specifications probiert, als diese den Titel ihres nächsten Spiels preisgaben: ‘Scrolls’. Angeblich wurde dadurch der eingetragene Name der Spieleserie ‘The Elder Scrolls’ verletzt. Dass wohl 95 % der Spieler die Serie beim Zweitnamen nennt (Skyrim, Morrowind, Oblivion …) scheint dem Konzern egal zu sein.

 

Auch Notch hat dieses Hirngespinst anfangs wohl nicht so ernst genommen: Er schlug kurzerhand vor, den Disput durch ein Quake Match zu regeln. Wenig witzig fand man das bei ZeniMax, obwohl id Software, der Entwickler der Quake Reihe, ebenfalls zu ZeniMax gehört. Monatelang hat man unnötige Kosten durch Anwaltsgeplänkel geschaffen und wollte Mojang schließlich aufgrund mangelnder Kompromiss-bereitschaft vors Gericht ziehen, worüber man sich im nordischen Programmier Team wohl sehr amüsiert haben muss.

 

Letztendlich hat man sich dann doch geeinigt, wohl gemerkt mehr als ein halbes Jahr später, wie Notch über Twitter verlauten ließ. Man überließ ZeniMax die Markenrechte an Scrolls, dürfe aber weiterhin das Spiel unter diesem Namen entwickeln. Ein The Elder Scrolls Klon darf daraus jedoch nicht entstehen. Dass das nie Mojangs Plan war, dürfte zumindest der Rechtsabteilung egal sein: Laut Notch hatte das Abkommen “eine gefühlte Milliarde Seiten, wodurch zumindest ein paar Anwälte reich geworden sein müssten. Na gut, ich wollte diese auch nicht verhungern lassen.“.

 

Und jetzt?

 

Skyrim und Bethesda

"Arrr, Matrose!"

Was bleibt ist ein schlechter Nachgeschmack und ein sich in mir entwickelnder Zwiespalt: Einerseits sind Bethesdas Spiele einzigartig und jeden Euro wert, auf der anderen Seite fragt man sich jedoch, ob man dem Mutterkonzern ZeniMax noch mehr Geld in den Rachen werfen möchte, auch wenn dies über Umwege geschieht.

Arrr, gäbe es doch bloß eine Lösung für diese Problem: Bethesda Spiele spielen ohne ZeniMax beim nächsten Kreuzzug finanziell zu unterstützen. Vielleicht kennt ja Captain Morgen einen Ausweg.